F1Worauf achte ich gegen den Ball?
Erst die Position, dann die Aktion. Stell dich zwischen Gegner und Tor, seitlich und tief, und sieh Ball und Gegner gleichzeitig. Bleib auf den Beinen, verschieb mit der Kette und rede.
Dein Guide als Innen- und Außenverteidiger
Wichtig: Diese Seite erklärt Grundlagen. Was dein Trainer vorgibt, gilt.
Hier stehen die Antworten in drei Minuten. Jede Antwort hat ein Bild und einen Link zum ausführlichen Teil.
Erst die Position, dann die Aktion. Stell dich zwischen Gegner und Tor, seitlich und tief, und sieh Ball und Gegner gleichzeitig. Bleib auf den Beinen, verschieb mit der Kette und rede.
Vor der Annahme über die Schulter schauen, offen annehmen, erster Kontakt weg vom Gegner. Dann einfach, flach und scharf spielen – nach vorn, wenn frei. Im eigenen Drittel kein Risiko, nie quer vor dem eigenen Tor.
Raus, wenn er den Ball noch nicht sicher hat: Ball unterwegs, springt weg, zu weit vorgelegt, Rücken zum Tor, Blick nach unten – und jemand sichert dich ab. Stehen bleiben und verzögern, wenn er mit Tempo und Blick nach vorn kommt und hinter dir Platz ist.
Merksatz: Ball unterwegs – du unterwegs. Ball angekommen – du stehst.
Ja, das ist eine echte Technik – für zwei Situationen: Der Gegner wird mit dem Rücken zum Tor angespielt, oder ihr lauft gleichauf zum Ball. Der Unterarm fühlt, er drückt nicht. Die Hüfte schiebst du rein, wenn du auf gleicher Höhe bist und der Ball in Spielnähe ist. Kommt der Gegner frontal mit Ball, wird gestellt. Foul ist: von hinten, gestreckter Arm, Trikot ziehen.
Was der Trainer vorgibt (Raum, Mann oder gemischt), gilt. Als Manndecker: zwischen Gegner und Tor, Körper offen, Ball und Gegner sehen, fühlen statt halten, hin zum Ball. In der Raumdeckung: Ball in deiner Zone ist dein Ball. Nach jeder Klärung sofort gemeinsam raus.
Gib ihm keinen Platz hinter dir: ein paar Meter tiefer stehen, halb offen (Hüfte schon Richtung eigenes Tor), den Passgeber lesen und früher starten. Lieber bekommt er den Ball vor dir in den Fuß als hinter dir in den Lauf. Im Laufduell: Schulter an Schulter, dann Körper rein.
Wenn du unter Druck bist, vorn nichts frei ist und der Torwart frei ist und ruft – oder um über ihn die Seite zu wechseln. Nicht, wenn ein Stürmer im Passweg lauert oder der Torwart nicht bereit ist. Immer flach, scharf, neben das Tor, auf den Fuß weg vom Stürmer.
Das hängt von Zone und Druck ab. Im eigenen Strafraum oder mit Gegner im Rücken: direkt – Kopfball oder Volley, hoch, weit, zur Seite. Mit Zeit und Platz (Mittelfeld, niemand in 3–4 m): mit Brust, Oberschenkel oder Fuß annehmen und aufbauen. Im Zweifel Sicherheit. Ruft der Torwart, ist es sein Ball.
Alle Taktikbilder zeigen das Feld von oben. Unser Tor ist immer unten. Ein Meter im Bild ist ein Meter auf dem Platz. Jedes Bild zeigt nur den Ausschnitt, den es braucht.
Kurz gesagt: Als Verteidiger gewinnst du die meisten Zweikämpfe, bevor sie anfangen – durch deine Position. Stell dich zwischen Gegner und Tor, seitlich und tief. Dann wartest du auf seinen Fehler, statt selbst einen zu machen.
In der Viererkette stehen zwei Innenverteidiger (IV) in der Mitte vor dem Tor. Links und rechts daneben stehen die Außenverteidiger (AV). Vor euch spielt der Sechser, hinter euch der Torwart.
| Aufgabe | Innenverteidiger (IV) | Außenverteidiger (AV) |
|---|---|---|
| Gegen den Ball | Mitte und Strafraum schützen, den Mittelstürmer decken, die Kette führen. | Den Flügel verteidigen, Flanken verhindern, einrücken, wenn der Ball auf der anderen Seite ist. |
| Mit dem Ball | Das Spiel von hinten aufbauen, flach ins Mittelfeld passen, andribbeln, wenn Platz ist. | Breite geben, hinterlaufen, flanken. |
| Bei Standards | Den besten Kopfballspieler decken oder die Zone vor dem Tor. Bei eigenen Ecken oft Zielspieler. | Kurze Ecke, Rückraum oder Pfosten. Bei eigenen Ecken oft hinten zur Absicherung. |
| Typische Gegenspieler | Mittelstürmer: groß und kopfballstark oder schnell in die Tiefe. | Flügelspieler: schnell, dribbelstark, sucht das 1-gegen-1. |
Du kannst passen, hast Übersicht und bist sicher am Ball. Und du weißt, wie Stürmer denken. Nutz das: Frag dich im Spiel „Was würde ich jetzt als Stürmer machen?“ – und stell dich genau dort hin.
Joshua Kimmich ist gelernter Mittelfeldspieler. Beim FC Bayern setzte ihn Pep Guardiola auch als Innenverteidiger ein. Danach spielte er lange als Rechtsverteidiger – für Bayern und für die Nationalmannschaft. Er ist nicht besonders groß. Er ist stark, weil er das Spiel versteht, gut passt und seine Mitspieler dirigiert. Genau das bringst du aus dem Mittelfeld auch mit.
Kurz gesagt: Erst die Position, dann die Aktion. Stell dich zwischen Gegner und Tor, seitlich und tief, und sieh Ball und Gegner gleichzeitig. Bleib auf den Beinen, verschieb mit der Kette und rede.
Stell dich seitlich statt frontal hin. Die Füße stehen versetzt, etwa schulterbreit. Die Knie sind gebeugt, das Gewicht liegt auf den Ballen, die Arme sind locker.
Warum? Aus der Seitstellung drehst du dich mit einem Schritt um und läufst mit. Stehst du frontal, musst du dich erst drehen – und der Ball passt dir durch die Beine.
Umsteiger-Fehler
Du stehst aufrecht und frontal, das Gewicht auf den Fersen. So bist du zu langsam, wenn der Gegner antritt.
Umsteiger-Fehler
Du schaust nur auf den Ball. Im Mittelfeld ging das, hier läuft dir der Stürmer in den Rücken. Dreh den Kopf, bevor der Ball ankommt.
Schau kurz über die Schulter, am besten während der Ball rollt. Dann fragst du dich: Wo ist mein Gegner? Ist hinter mir Platz? Ein Blick dauert weniger als eine Sekunde – und du weißt Bescheid.
① Vorher: Du siehst nur den Ball. Der Stürmer hinter dir ist unsichtbar.
② Nach dem Schulterblick: Du weißt, wo der Stürmer ist.
Übung: Pässe gegen die Wand – vor jeder Annahme ein Schulterblick. Mehr in Teil 9.
Stellen heißt: Du gehst auf den Gegner mit Ball zu und stoppst ihn. Die Frage ist nur, wann du rausgehst und wann du stehen bleibst. Dafür gibt es eine Ampel.
So läufst du an: Lauf schnell los, solange der Ball rollt. Auf den letzten 2–3 m machst du kurze Schritte und gehst mit dem Schwerpunkt runter. Du kommst seitlich an, nicht frontal.
① Der Pass ist unterwegs – du läufst mit langen Schritten los.
② Die letzten 2–3 m: kurze Schritte, Schwerpunkt runter.
③ Du kommst auf 1–2 m an, seitlich. Jetzt stehst du.
Merksatz: Ball unterwegs – du unterwegs. Ball angekommen – du stehst.
Umsteiger-Fehler
Du kommst im Sprint an und springst rein. Der Gegner macht einen Haken, und du bist raus.
Übung: 1-gegen-1 im Kanal – stellen und lenken. Mehr in Teil 9.
Wie du deinen Körper drehst, zeigt dem Gegner den Weg. Meist lenkst du ihn nach außen – dort verteidigt die Seitenlinie mit. Oder du lenkst ihn auf seinen schwachen Fuß. In die Mitte lenkst du nur, wenn dort Hilfe steht. Das legt der Trainer fest.
Dann wartest du auf den Moment: Legt er sich den Ball zu weit vor, greifst du zu.
Meistens stellst du den Gegner (2.4). In zwei Situationen ist Körperkontakt besser:
Kommt der Gegner frontal mit Ball auf dich zu, wird gestellt – nicht gerempelt.
Regel: Erlaubt sind Schulter gegen Schulter, der Arm locker als Fühler und dein Körper zwischen Gegner und Ball. Foul sind Stoßen, Halten (Trikot, Arm), der gestreckte Arm, Angriffe von hinten, Beinstellen, Sperren ohne Ball in der Nähe und der Ellbogen in Kopfhöhe. Im eigenen Strafraum heißt das Elfmeter. (IFAB, Regel 12)
Bleib auf den Beinen. Blocke den Ball mit der Innenseite. Spitzle ihn weg, wenn der Gegner ihn zu weit vorlegt. Die Grätsche ist das letzte Mittel – und im eigenen Strafraum tabu. Paolo Maldini wird der Satz zugeschrieben: „Wenn ich grätschen muss, habe ich vorher schon einen Fehler gemacht.“
Merksatz: Arm fühlt, Körper schützt, Hände weg vom Trikot.
Übung: Duell mit dem Rücken zum Tor – der Unterarm fühlt, der Gegner darf nicht aufdrehen. Mehr in Teil 9.
Gegen einen schnellen Stürmer verlierst du jedes Wettrennen, das bei null anfängt. Also sorgst du dafür, dass es gar nicht erst eins wird.
① Ihr lauft gleichauf zum Ball.
② Du schiebst Hüfte und Schulter vor ihn.
③ Dein Körper steht zwischen Gegner und Ball.
Merksatz: Gegen Tempo hilft Tiefe.
Übung: Rückwärts- und Seitwärtslauf mit Drop-Step durch Hütchen, Laufduell nach Zuwurf. Mehr in Teil 9.
Die Kette verschiebt gemeinsam Richtung Ball. Zwischen euch bleiben etwa 10–15 m. Dabei hat jeder eine Aufgabe:
① Ball offen: Die Kette läuft zurück.
② Ball geschlossen: Die Kette rückt raus.
So nicht: Einer bleibt hängen – der Stürmer steht nicht mehr im Abseits.
Umsteiger-Fehler
Du rückst allein raus oder bleibst allein hinten. Die Kette bewegt sich nur gemeinsam.
Lässt sich dein Stürmer ins Mittelfeld fallen, gehst du bis zur vereinbarten Zone mit. Dann rufst du „Übergeben!“, und der Sechser übernimmt ihn. Du bleibst in der Kette, damit hinten kein Loch entsteht.
Im Strafraum stehst du enger am Mann und behältst den Rückraum im Blick – das ist der Raum vor dem Strafraum, in den gern zurückgelegt wird. Keine Grätsche.
Schüsse blocken: Steh seitlich, die Arme hinter dem Rücken oder eng am Körper, den Blick zum Ball. Dreh dich nicht weg und spring nicht hoch.
Kurz gesagt: Ob du einen hohen Ball direkt spielst oder erst annimmst, hängt davon ab, wo du bist und wie nah der Gegner ist. Im eigenen Strafraum und unter Druck: direkt weg. Mit Zeit und Platz: annehmen und aufbauen.
Stell dir drei Fragen, bevor der Ball runterkommt: Wo bin ich? Wie nah ist der Gegner? Hat der Torwart gerufen?
| Wo bist du? | Gegner nah | Niemand in 3–4 m |
|---|---|---|
| Eigener Strafraum | Direkt klären, mit Kopf oder Volley: hoch, weit, zur Seite. | Sicher klären. Nur wenn es wirklich frei ist, kontrolliert zum Mitspieler. |
| Mittelfeld | Kopfball zum Mitspieler oder nach vorn verlängern. | Annehmen mit Brust, Oberschenkel oder Fuß – und aufbauen. |
① Anlauf: dem Ball entgegen.
② Einbeinig abspringen.
③ Am höchsten Punkt mit der Stirn.
Foul: mit dem Ellbogen voraus.
① Oberkörper zurück, der Ball fällt vor dich.
② Variante: mit einer Drehung in den freien Raum.
Übung: Kopfball und Brustannahme nach Zuwurf, allein mit Ball von der Wand. Mehr in Teil 9.
Übe die Technik sauber, statt viele Kopfbälle am Stück zu machen. Kräftige deinen Nacken, dann ist der Kopf beim Kopfball stabiler.
Nach einem Zusammenprall mit Kopfschmerz, Schwindel oder Übelkeit gilt: raus aus dem Spiel und abklären lassen. Diese Seite gibt nur diesen allgemeinen Hinweis – sie ersetzt keinen Arzt.
Merksatz: Im eigenen Strafraum: Sicherheit vor Schönheit.
Kurz gesagt: Bei Ecken und Freistößen gilt, was der Trainer vorgibt – Raum, Mann oder gemischt. Als Manndecker stehst du zwischen Gegner und Tor, siehst Ball und Gegner und gehst zum Ball. Nach jeder Klärung rückt ihr sofort gemeinsam raus.
Es gibt drei Arten, eine Ecke zu verteidigen:
Welche Art ihr spielt, entscheidet der Trainer. Ein Beispiel für die Mischdeckung: drei Spieler in der Zone auf Höhe des Fünfmeterraums, vier Manndecker an den Kopfballstärksten, einer gegen die kurze Ecke, einer im Rückraum und einer vorn für den Konter. Als Innenverteidiger deckst du meist den Gefährlichsten oder die Zone mitten vor dem Tor.
Steh zwischen Gegner und Tor, leicht zur Ballseite versetzt. Dein Körper ist offen, damit du Ball und Gegner siehst. Mit Hand oder Unterarm fühlst du, wo er ist – aber du hältst ihn nicht fest, sonst gibt es Elfmeter. Läuft er los, gehst du mit. Kommt der Ball, gehst du hin, statt zu warten.
Ball in deiner Zone ist dein Ball. Warte nicht, bis er zu dir kommt – geh aktiv hin und köpf ihn weg.
Ist der Ball weg, rückt ihr alle gemeinsam nach vorn. Die Gegner, die stehen bleiben, sind dann im Abseits. Und die zweiten Bälle – die abprallenden Bälle nach dem Kopfball – gehören euch.
Die Linie hält auf Kommando eine Höhe, etwa zwischen Elfmeterpunkt und Strafraumgrenze. Wie hoch genau und ob ihr beim Schuss ein paar Schritte mitlauft, legt der Trainer fest. Wichtig ist: alle gemeinsam.
① Die Linie hält eine Höhe.
② Nach dem Klären rücken alle raus – die Gegner stehen im Abseits.
Der Torwart stellt die Mauer. In der Mauer hältst du die Arme eng am Körper. Oft legt sich einer hinter die Mauer, damit flache Schüsse unten durch nicht durchgehen.
Einen langen Einwurf verteidigst du wie eine Ecke. Bei einem kurzen Einwurf stehst du eng und torseitig am Mann.
Als Innenverteidiger bist du oft der Zielspieler. Starte spät und mit Richtungswechsel, damit dein Gegner dich verliert. Ziele sind der erste Pfosten, der Elfmeterpunkt und der zweite Pfosten.
Klärt vorher, wer hinten bleibt: immer einer mehr, als der Gegner Konterspieler vorn hat.
① Laufwege der Innenverteidiger: spät starten, Richtung wechseln.
② Hinten bleibt einer mehr, als der Gegner Konterspieler hat.
Merksatz: Mann sehen, Ball sehen, Ball holen – und dann raus.
Kurz gesagt: Schau vor der Annahme über die Schulter, nimm offen an und spiel einfach: flach und scharf, nach vorn, wenn frei. Im eigenen Drittel gehst du kein Risiko ein – und spielst nie quer vor dem eigenen Tor.
Hat der Torwart den Ball, gehen die Innenverteidiger breit bis an die Strafraumecken. Die Außenverteidiger gehen hoch und breit. So habt ihr Platz.
Vor der Annahme machst du einen Schulterblick. Offen annehmen heißt: Dein Körper ist zum Spielfeld gedreht, und du nimmst den Ball mit dem Fuß an, der weiter vom Passgeber weg ist. Der erste Kontakt geht nach vorn in den freien Raum.
① Innenverteidiger breit, Außenverteidiger hoch.
② Offen annehmen, erster Kontakt nach vorn.
Schau in dieser Reihenfolge: nach vorn, nach außen, quer, zurück. Spiel flach und scharf, auf den Fuß, der vom Gegner weg ist.
Ist vor dir Platz, dribbel los, bis ein Gegner auf dich zukommt. Dann ist ein Mitspieler frei geworden – spiel ihn rechtzeitig an.
① Deine Optionen, der Reihe nach: 1 nach vorn, 2 nach außen, 3 quer, 4 zurück.
② Du dribbelst an, ein Gegner kommt raus – jetzt ist dein Mitspieler frei.
Ja, zurück zum Torwart, wenn …
Nein, nicht zurück, wenn …
So spielst du ihn: flach, scharf, mit der Innenseite, neben das Tor – nie aufs Tor. Auf den Fuß, der vom Stürmer weg ist. Vorher Blickkontakt.
1. Ist vorn oder seitlich einer frei?
2. Ist der Torwart frei und bereit?
3. Kann ein Stürmer den Pass abfangen oder vor dem Ball beim Torwart sein?
Regel: Spielst du den Ball absichtlich mit dem Fuß zum Torwart oder wirfst ihn beim Einwurf direkt zu ihm, darf er ihn nicht in die Hand nehmen. Sonst gibt es indirekten Freistoß. Mit Kopf, Brust oder Knie darfst du zurückspielen – aber nicht als Trick: Wer sich den Ball hochlupft, um ihn zurückzuköpfen, bekommt einen indirekten Freistoß gegen sich und sieht Gelb. (IFAB, Regel 12)
Merksatz: Rückpass: flach, scharf, neben das Tor.
Du gibst dem Spiel Breite. Dafür hast du drei Wege nach vorn:
Geh nach vorn, wenn der Ball sicher ist. Der andere Außenverteidiger bleibt dann eher hinten.
① Hinterlaufen.
② Innen hinterlaufen.
③ Einrücken neben den Sechser.
Drei Flanken lohnen sich: früh aus dem Halbfeld hinter die Abwehr, flach zurück von der Grundlinie in den Rückraum und hoch an den zweiten Pfosten.
Beide Füße bleiben am Boden, auf oder hinter der Linie. Den Ball wirfst du mit beiden Händen von hinten über den Kopf. Wirf schnell zum freien Mitspieler.
Während ihr angreift, bleibt hinten immer einer mehr, als der Gegner vorn hat. Du stehst torseitig von deinem Stürmer. So fängt euch kein Konter (Bild B22 ②).
Umsteiger-Fehler
Du nimmst mit dem Rücken zum Spiel an, dribbelst im eigenen Drittel oder spielst quer vor dem eigenen Tor. Im Mittelfeld kostet so ein Fehler den Ball, hier kostet er ein Tor.
Kurz gesagt: In dem Moment, in dem der Ball den Besitzer wechselt, entscheidet sich oft das Spiel. Wer zuerst umschaltet, gewinnt.
① Nah am Ball: sofort Druck.
② Weit weg: zurück, torseitig, Mitte zu.
Kurz gesagt: Als Verteidiger siehst du das ganze Spiel vor dir. Sag es den anderen: früh, laut, kurz, am besten mit Namen. Als Innenverteidiger organisierst du die Linie.
| Ruf | Heißt | Wer ruft |
|---|---|---|
| „Hintermann!“ / „Mann!“ | Achtung, Gegner in deinem Rücken. | Wer es sieht, meist der Spieler dahinter |
| „Zeit!“ | Kein Gegner in der Nähe, du hast Zeit. | Wer es sieht |
| „Dreh!“ | Du kannst dich mit dem Ball aufdrehen. | Wer es sieht |
| „Leo!“ | Lass den Ball durch, er ist für den Mitspieler hinter dir. | Der Mitspieler dahinter |
| „Hab ihn!“ / „Meiner!“ | Ich übernehme diesen Gegner oder Ball. | Wer übernimmt |
| „Übergeben!“ | Ich gebe meinen Gegner an dich ab. | Wer abgibt, oft der IV |
| „Raus!“ | Die Kette rückt vor. | IV oder Torwart |
| „Linie!“ | Alle auf eine Höhe. | IV oder Torwart |
| „Zurück!“ | Die Kette läuft zurück. | IV oder Torwart |
| „Torwart!“ | Der Torwart nimmt den Ball. | Nur der Torwart |
| „Weg!“ | Klär den Ball. | Torwart oder IV |
| „Doppeln!“ | Zu zweit auf den Ballführenden. | Wer helfen kann |
Jedes Team hat eigene Wörter. Sprecht sie vor der Saison ab, damit jeder dasselbe meint.
Kurz gesagt: Fairer Körpereinsatz ist erlaubt, Halten und Stoßen nicht. Und im eigenen Strafraum wird jedes Foul zum Elfmeter. Die Regeln hier folgen den IFAB-Regeln 2026/27 in der Fassung des DFB.
Regel: Die genauen Texte stehen in den Regeln 11 (Abseits) und 12 (Fouls und unsportliches Betragen). Links dazu findest du bei den Quellen.
Kurz gesagt: Abwehrarbeit kannst du üben – allein, zu zweit und im Team. Dazu kommen Antritt, ein stabiler Rumpf und ein Kopf, der Fehler schnell abhakt.
Kette verschieben und Standards übt ihr mit dem Trainer. Frag ruhig nach, wenn dir eine Aufgabe nicht klar ist.
Vor dem Spiel fünf Fragen:
Schau dir zehn Minuten lang nur einen Verteidiger an, nicht den Ball. Wo steht er, wann schaut er über die Schulter, wann rückt er raus? Gute Vorbilder: Joshua Kimmich, Virgil van Dijk, Antonio Rüdiger, William Saliba, Nico Schlotterbeck, Achraf Hakimi. Klassiker: Philipp Lahm, Paolo Maldini.
Kurz gesagt: Zehn Situationen aus dem Spiel. Überleg dir zuerst deine Antwort, dann klapp die Lösung auf.
Der Stürmer bekommt den Ball mit dem Rücken zum Tor, 20 m vor eurem Tor.
Eng ran, der Unterarm fühlt, nicht aufdrehen lassen. Springt der Ball weg: dazwischen. (2.6)
Ein Flügelspieler dribbelt mit Tempo auf dich zu, Hilfe ist 15 m weg.
Der gegnerische Sechser hat den Ball ohne Druck und schaut hoch.
Ball offen – die Kette läuft ein paar Meter zurück. (2.9)
Hoher Ball in euren Strafraum, der Stürmer steht in deinem Rücken.
Kopfball: hoch, weit, zur Seite. (Teil 3)
Hoher Ball an der Mittellinie, kein Gegner in 5 m.
Annehmen, mit Brust oder Fuß, und aufbauen. (3.1)
Du hast den Ball am Strafraum, der Stürmer läuft dich an, der Torwart steht frei neben dem Tor und ruft.
Rückpass: flach und scharf, neben das Tor, auf den Fuß weg vom Stürmer. (5.5)
Du hast den Ball, der Stürmer steht zwischen dir und dem Torwart.
Kein Rückpass. Zur Seite oder nach vorn lösen oder sicher klären. (5.5)
Ecke gegen euch, du deckst den besten Kopfballspieler.
Torseitig, leicht zur Ballseite, Körper offen, fühlen statt halten, hin zum Ball. (4.2)
Der Ball ist auf der anderen Seite, du bist Außenverteidiger.
Einrücken, Schulterblick, der zweite Pfosten ist deiner. (2.12)
Steilpass, du und der Stürmer seid gleichauf.
Schulter an Schulter, dann Körper zwischen Gegner und Ball. (2.7)
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